IPTV? DVB-IPI? Internet-TV? P2P-TV? VOD? AOD?
Mit diesem Artikel wollen wir die Begriffe und Anforderungen von externen Audio- und Video Diensten an das Heimnetzwerk entwirren. Die in dem Artikel angeführten Links bieten weiterführende Informationen zu den Begriffen.
IPTV
Unter IPTV wird die digitale Übertragung von breitbandigen Multimediadiensten (Fernsehen, Video, Audio, Texte, Bilder und Daten) über das IP-Protokoll verstanden. IPTV wird in der Regel mittels eines geschlossenen Datennetzes angeboten. Die Videodaten werden von netzbasierten Video-Servern an die Clients übertragen. Eine andere Architektur der Datenübertragung sind Peer-to-Peer Verbindungen, die hauptsächlich bei P2P-TV zum Einsatz gelangen. Bei der Datenübertragung um Streamingserver zum IPTV Empfangssystem (Settop Box) gibt es zwei Verfahren:
• Unicast: Beim Unicast steht ein individueller Datenstrom zur Verfügung. Dadurch kann der Zuschauer den Startpunkt einer Sendung oder eines Videobeitrages individuell bestimmen (wird bei Video on Demand (VOD) eingesetzt).
• Multicast: Beim Multicast Verfahren bekommen alle Empfänger gleichzeitig die selben Daten vom Sender. Gegenüber Unicast hat Multicast den Vorteil das die Netzlast für den Sender nicht mit der Anzahl der Teilnehmer steigt.
Die üblich verwendeten Kodierungsverfahren, die bei IPTV zum Einsatz gelangen sind VC1 und H.264 (MPEG-4). Für eine PAL oder SDTV-Qualität (Standard-Definition-Television) wird eine Datenrate von durchschnittlich 2- 6 Mbit/s benötigt. Für HDTV (High-Definition-Television) von durchschnittlich 6-20 Mbit/s. In Zukunft werden Bandbreiten bis zu 640 Mbit/s benötigt (UHDTV – Ultra High Definition Television). Weitere Qualitätsmerkmale sind im Alpha Public Paper D1.1 ersichtlich. IPTV Endgeräte können sein: PCs, UMTS Handy, Set-Top-Box, Digitale Signage, Kiosksysteme, Spielkonsolen. IPTV Angebote sind bspw.: T-Home Entertain, Arcor IPTV, Alice/HanseNet TV, Bluewin oder AonTV der Telekom Austria. (Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/IPTV , Alpha Public Paper D1.1p).
DVB-IPI
Ist ein offener DVB-Standard für die Übertragung von Audio- und Videodiensten über das IP-Protokoll. Er ist zurzeit der favorisierte Übertragungsstandard für IPTV. Er wird zurzeit von den Öffentlich-Rechtlichen Sendern für die Übertragung Ihrer Programme über das Internet Protokoll vorausgesetzt. Die Anforderungen an die Bandbreite und die Service Qualität sind die selben wie bei IPTV. (Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/DVB-IPI, Alpha Public Paper D1.1p).
Internet-TV
Mit Internet-TV oder auch Web-TV wird die Übertragung von Fernsehprogrammen und Filmen über das Internet bezeichnet. Internet-TV unterscheidet sich von IPTV durch die fehlende Unterstützung von Quality of Service Garantien. Dies kann zu Störungen bei der Übertragung und Darstellung von Inhalten führen. Internet-TV geht von der Annahme aus, das die Bandbreiten und Qualitätsmerkmale eines Internet-TV tauglichen Internetzuganges sowie das Vorhandensein eines kompatiblen Endgerätes vom Zuschauer getragen wird. Die Übertragung erfolgt über Video-Streams auf Basis der Streaming Media Technologien. Internet-TV Empfangsgerät ist jedes Endgerät, das einen Internetanschluss und eine Video-Audio-Ausgabe Funktion besitzt. Beispiele von Internet-TV sind:
• ARD-ZDF Mediathek
• ARTE+7
• P2P-TV wie Joost oder Zattoo
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Internet-TV)
Welche Bandbreiten und Qualitätsmerkmale hierbei vom Zuschauer zu tragen sind, sind die selben wie bei IPTV und ersichtlich im Alpha Public Paper D1.1p.
P2P-TV
Ist Internet-TV das über ein Peer-to-Peer Netz abläuft. Bei einer Peer-to-Peer Verbindung werden die Videodaten nicht von einem zentralen Server übertragen, sondern der Empfänger sammelt die Videodaten eines Beitrages von vielen verteilten Servern (meist von anderen Nutzern) auf. Bei P2P-TV fungiert jeder Teilnehmer im Netzwerk gleichzeitig als Empfänger und Sender. P2P-TV Anwendung sind bspw.:
• Joost
• Miro
• Octoshape
• PPLive
• Vuze
• Zattoo
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/P2PTV)
Video on Demand (VOD)
Der Videofilm wird entweder über eine Internetverbindung oder über das Breitbandnetz gesendet. Beim Download lassen sich Progressiver Download und Streaming unterscheiden. Bei Near-Video-on-Demand kann der Zeitpunkt des Einstiegs in den Anfang des Livestream Videos nicht beliebig gewählt werden, sondern nur in festen Intervallen (z.B. jede ¼ Stunde). Kann der Zeitpunkt beliebig gewählt werden, spricht man von True-Video-on-Demand. Wird statt eines Livestream ein Datei-basierter Ansatz zur Verteilung des Videos verwendet, spricht man von Push-Video-on-Demand (z.B. YouTube). Anbieter von VoD sind bspw.:
• Maxdome
• RTLNow.de
• T-Home Entertain
• The History Channel
• Videoload (auch HD)
• ZDFMediathek
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Video-on-Demand)
Die benötigten Datenübertragungsraten liegen derzeit bei 2 – 128 Mbit/s, in Zukunft werden bis zu 1 Gbit/s benötigt. Weitere Qualitätsmerkmale finden Sie im Alpha Public Paper D1.1p.
Audio on Demand (AOD)
ist digitales Audio Material von einem Internetangebot oder –dienst herunterzuladen, oder über einen Audio-Stream direkt mit einer geeigneten Software oder in Kombination mit Hardware anzuhören. Beispiele sind:
• Apple iTunes Music Store
• Musicload.de
• Napster
• Sonos
Kostenlose Beispiele finden sich auf den Internetseiten von Rundfunkanbietern (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Audio-on-Demand). Die derzeitige geforderte Bandbreite liegt zwischen 5-128 KBit/s. Weitere Qualitätsmerkmale für Audio-on-Demand finden Sie im Alpha Public Paper D1.1p.
Ausblick
Wie all die geforderten Bandbreiten bzw. Qualitätsmerkmale der besprochenen externen Audio- und Video Dienste im Heim gewährleistet werden können, ist Bestandteil der nächsten Artikel.


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