POF - der Weg zum unsichtbaren Breitband Heimnetzwerk

Im Rahmen von Sanierung und Renovierung von Wohnhäusern, Wohnanlagen, Hotels oder  Privathäusern wird oft die Elektroinstallation teilweise saniert. Das bedeutet es werden einfach Steckdosen, Schalter erneuert und ausgetauscht.

In diesem Zusammenhang könnte das ganze Haus, die ganze Anlage optimal für zukunftssichere Breitbandtechnologien und Multimediavernetzung nachgerüstet werden. Dabei ist es unnotwendig, zusätzlich aufwendige Verrohrungen und Installationsarbeiten mit Stemmen, Bohren und Maueröffnungen durchzuführen.  Für eine optische In-Haus Verkabelung mit POF ( Polymer Optische Fasern oder auch Plastic Optical Fiber genannt) kann die bestehende Elektroinstallation für die Verkabelung verwendet werden. Das 2,2mm dünne POF Kabel wird nachträglich oder gleichzeitig mit der Elektroinstallation zu den Netzsteckdosen verlegt. Wenn an der Netzsteckdose ein Datenanschluss benötigt wird, wird das optische Signal auf eine herkömmliche Datenschnittstelle (RJ45 Stecker) umgesetzt.

Dieser optische Datenanschluss kann mit einer Unterputzdose, mit einer optischen Anschlussdose oder mit einem Unterputzmedienkonverter ausgestattet werden. Die Datenkabel werden Platz sparend im Zentralverteiler zusammengeführt und an einen optischen Switch angeschlossen. Für die Montage im Elektroverteiler hat Homefibre in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Rutenbeck,  Switches und Medienkonverter entwickelt, welche die Errichtung eines IP-Heimnetzwerkes ermöglichen.

Durch diese Art der Installation ergibt sich eine sehr flexible Systemarchitektur, bei der unterschiedliche Anwendungen und Geräte leicht integriert werden können. Die Technologie ist sehr einfach und zeitsparend zu installieren, sodass ein Elektriker der kein Netzwerkspezialist ist, dies rasch durchführen kann. Diese Netzwerkinstallation ist transparent für alle Ethernet und IP-basierten Geräte und ist somit die Basisinfrastruktur für  zukünftige Anwendungen.

Anwendungsbeispiele 

Durch IP-TV (oder aon.tv in Österreich) wird es über diese Infrastruktur möglich, den Fernseher in allen Räumen sehr flexibel zu platzieren.  Man ist nicht mehr sklavisch an irgendwo vorhandenen Koaxialkabel-Anschluss gebunden, oder ist nicht mehr genötigt, irgendwelche Kabel in der Wohnung herumliegen zu lassen, da bspw. der optische Datenanschluss sauber an der Netzsteckdose verfügbar ist. Das gleiche gilt für Spielekonsolen, für PC´s, für Audioanlagen, Internetradio etc.

Die wesentlichen Vorteile dieser Technologie sind:

  • Sichere strahlungsfreie Datenübertragung.
    Da das Signal optisch übertragen wird gibt es, im Gegensatz zu „Wireless“ oder „Powerline“ Übertragung,  keine elektromagnetische Strahlung auf der Leitung und die optischen Kabel sind unempfindlich gegen elektromagnetische Strahlung.  Das optische Kabel ist auch völlig abhörsicher.
  • Potentialfreiheit aus Sicht der Elektroinstallation.
    Es gibt über die optische Datenleitung keine Potentialausgleichs-Probleme, keine Erdungsprobleme und damit auch eine deutliche Reduktion der Sicherheitsproblematik für Datenleitungen. Das optische Kabel ist praktisch der beste Blitz- oder Überspannungsschutz für die Datenleitung.
  • Das optische Netzwerk verbraucht zudem sehr wenig Strom.
    Im Vergleich zu drahtlosen Übertragungen, die sehr viel Leistung für die Ausblendung von Störungen „verbrauchen“ ist die optische Datenübertragung absolut „lean“. Im konkreten heißt das eine Reduktion des Stromverbrauchs um bis zu 80% !
  • Die Datenübertragung über das POF-Kabel ist völlig strahlungsfrei.
    Im Privatbereich wird zunehmend darauf geachtet, daß elektromagnetische Strahlung minimiert wird. Die optischen Kabel sind unempfindlich gegen elektromagnetische Einflüsse und verursachen selbst keine elektromagnetische Strahlung. Ein Vorteil, der sich auf die Leistungsfähigkeit und Stabilität des Netzwerkes auswirkt. Andere Netzwerktechnologien wie "Wireless" oder "Powerline" erzeugen dagegen relativ hohe elektromagnetische Felder und sind sehr empfindlich gegenüber zunehmender Beeinflussung durch elektromagnetische Störungen anderer Geräte.
  • Last but not least spricht die Skalierbarkeit bei der Sanierung für ein solches System.
    Das Netzwerk kann in mehreren Schritten ausgebaut werden, je nach Bedarf des Bauherrn. Für die Basisinstallation, bei der einfach das POF Kabel mit der Elektroinstallation mitverlegt wird, fallen nur die Investitionen für das optische Kabel und die Leerdosen an. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit ca. 15 optischen Anschlüssen und ca. 20 Meter Kabel pro Anschluss kostet diese Basisausstattung ca. 300 Euro. Die Installationskosten sind minimal, da die Verlegung bei einer Sanierung in einem Arbeitsgang mit dem Einzug der Elektroinstallation durchgeführt wird. Je nach Umfang des Netzwerkes kann es schrittweise ausgebaut werden.

Für die Sanierung bietet die optische In-Haus Verkabelung eine attraktive, zukunftssichere Alternative für eine flächendeckende Installation einer Heimvernetzung. Ob als Erweiterung zu bestehenden Netzwerken oder als neu installierte Netzwerk-Infrastruktur,  das optische Heimnetzwerk ist eine ideale Kombination, um mit der Elektroinstallation eine Wohnung oder ein Gebäude zukunftssicher zu renovieren und zu sanieren.

Danke für diesen sehr

Danke für diesen sehr informativen Beitrag. Da ich gerade im Umbau meines Wohnhauses bin, und ich mir überlegt habe genau so etwas umzusetzen, werde ich hier die ein oder andere Anregung mit einließen lassen. Vielen Dank.

Gruß Energieberater

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